GÖSTA JACOBSSON (1899-1978)

war ein echter Unternehmer. 1927 gründete er die Firma und begann schon frühzeitig damit, neue Wege zu erkunden, das Geschäft weiterzuentwickeln. Er war einer der ersten Holzexporteure in Schweden, von hölzernen Verpackungsmaterialien bis hin zu hoch verarbeiteten Möbelkomponenten.

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UNSERE GESCHICHTE

Gösta Jacobsson erwarb 1917 das Abitur und beabsichtigte, seine Ausbildung fortzusetzen und Journalist zu werden. 1918 kämpfte er als Freiwilliger im finnischen Zivilkrieg, der zwischen den „roten“ Sozialdemokraten und dem „weißen“ konservativ geführten finnischen Senat ausgetragen wurde. Die Roten wurden von dem in Russland neu eingesetzten bolschewistischen Regime unterstützt, während die Weißen von Deutschland und im gewissen Maße von Schweden unterstützt wurden. Der Krieg endete mit einem Sieg für die Weißen. Gösta Jacobsson war einer von denen, die bei der Eroberung Tammerfors durch die Weißen Ostern 1918 dabei waren. Nach seiner Rückkehr aus Finnland diente er ein Jahr lang in der schwedischen Armee, wo viele Offiziere die Tatsache beneideten, dass er an einer echten Schlacht teilgenommen hat.

 

Im Herbst 1919 war Gösta an der Wirtschaftsschule in Göteborg eingeschrieben, wo er ein Jahr lang studierte. Zu dieser Zeit wurden die Studenten der Schule oft von Exportfirmen in Göteborg angefordert.  1920 war Gösta als Korrespondent bei Trätälja AB angestellt, einem örtlichen Holzexporteur.  Er blieb drei Jahre bei dieser Firma und wurde dann von der Nässjö Stolfabrik angestellt, wo er zwei Jahre blieb.

 

Gösta kehrte 1925 zurück nach Göteborg und war bei Schroeder Wood Export angestellt. 1927 kündigte er und gründete zusammen mit Holger Lundin das Unternehmen Jacobsson & Lundin. Sie hatten ein Büro in Stora Badhusgatan 18-20 und verkauften nur Kistenbretter nach Schweden und England. Ein Großlieferant war die Kalmar Lådfabrik, die in den 30er Jahren uns treu blieb. Jacobsson & Ludin arbeiteten bis zum Kriegsausbruch zusammen, als die Deutschen Norwegen am 9. April 1940 überfielen. Die deutsche Blockade von Skagerrak führte zur vollständigen Geschäftseinstellung mit England.

 

Gösta wurde zur Marine einberufen und diente von 1940 bis 1945. Er startete 1940 ein Einzelunternehmen unter dem Namen Gösta Jacobsson & Co und verkaufte und kaufte Birkenholz auf dem lokalen Markt. Die Transaktionen waren sehr bescheiden, aber sie brachten ihn durch den Krieg. Nach dem Kriege exportierte er weiter Kistenbretter nach England. Hercules Cycle & Motorcycle Company war damals ein Großkunde, der 200 m³/Monat kaufte. Mitte der 50er Jahre erschienen neue Materialien auf dem Markt, unter anderem Wellpappe, was dazu führte, dass der Kistenbrettermarkt überflüssig wurde. Das Unternehmen verkaufte jedoch bis in die 70er weiterhin kleinere Mengen an Verpackungsmaterialien.

 

Deutschland und Spanien waren Märkte, die sich in den 50ern zu entwickeln begannen. Spanien war das Ziel für Bretter, die zur Tomatenkistenherstellung genutzt wurden. Der erste Geschäftsabschluss außerhalb Europas erfolgte 1948 mit Südafrika.

 

Von 1950-1953 hatte die Gösta Jacobsson & Co AB 19 Angestellte. Beide Söhne von Gösta – Gunnar und Charles – begannen 1950 in der Firma zu arbeiten. Die größten Märkte zu dieser Zeit waren Deutschland, England, Spanien und Südafrika. Das Unternehmen war an großen Exporten von gedrehten Möbelverzierungen und massiven Eichenparkettböden beteiligt. Winther Browne in England war ein Großkunde, der regelmäßige Lieferungen von Björkträ i Viksjöfors in Anspruch nahm.

 

In den 50er Jahren wurden Anfragen und Angebote per Post und Telegramm verschickt. Ein Geschäftsabschluss hat sehr lange gedauert. Wenn man es eilig hatte, wurden als letzter Ausweg Telefone genutzt. Um ein Ferngespräch von Göteborg zu führen, musste man dieses anmelden und die Wartezeiten waren oftmals lang und am Ende erhielt man die folgende Ansage: „Der Geschäftsführer Pettersson ist leider im Augenblick nicht erreichbar, könnten Sie später nochmal anrufen?“ Ende der 50er Jahre wurden Ortsvorwahlen eingeführt und die Arbeit über das Telefon wurde etwas erleichtert. 1956 wurde das Fernschreiben eingeführt. Zunächst nur mit Deutschland, aber bald konnte man per Fernschreiben auch mit England kommunizieren. Bis 1957 hat die Firma mit Vermittlern in England und Deutschland gearbeitet, aber danach gründete es eine Präsenz vor Ort in diesen Märkten.

 

Zusammen mit seinen Söhnen und dem Partner Per Olof Nyström, der 1955 zur Firma stieß, entwickelte Gösta die Firma weiter.  Anfang der 50er Jahre unternahm Gunnar eine zweimonatige Geschäftsreise in den Nahen Osten. Irak, Bahrain, Libyen, Sudan (Gordon General Stores) und Israel waren Märkte, die während der 50er, 60er und 70er gegründet wurden.

 

Australien wurde während der Jahre 1949-1955 ein wichtiger Markt. Verschalungsbretter waren die Hauptexportartikel. In eine Schiffsladung konnten bis zu 4.000 m³ geladen werden. Die Produkte rissen oft und es gab häufig Beschwerden. Das Holz hatte normalerweise die Maße 63 × 175 mm, wurde in drei dünne Bretter geschnitten und anschließend gehobelt. Die Hygienebescheinigungen waren ein wichtiger Teil. Wenn nur ein kleiner Wurm entdeckt wurde, wurde die gesamte Lieferung verbrannt. Ende der 50er kam das australische Geschäft zum Erliegen. Stattdessen wurden Ende der 60er und Anfang der 70er die Kanarischen Inseln ein wichtiger Markt während des Touristenbooms.

 

1963 ging Gösta Jacobsson in den Ruhestand, aber blieb bis 1976 Eigentümer. Charles und Gunnar wurden die Nachfolger ihres Vaters. Weihnachten 1978 verstarb Gösta im reifen Alter von 79 Jahren. Charles ging 1990 in den Ruhestand und Gunnar verstarb im Jahre 2000 und war zu diesem Zeitpunkt immer noch aktiv in der Firma.

 

1985 begann Gunnars Sohn Thomas in der Firma zu arbeiten. Als er seinen Vater fragte, was er tun soll, war seine Antwort lediglich: „Erschließe Dir Deine eigenen Märkte.“ Er gründete schließlich Märkte in Irland, Frankreich und etwas später auch in Spanien. Später sollte Irland zum wichtigsten Markt in der Geschichte der Firma werden. Charles’ Sohn Niclas blieb von 1993-2012 in der Firma aktiv. Er baute den deutschen Markt weiter auf und er war außerdem für den Vertrieb nach England verantwortlich. Darüber hinaus beeinflusste er während dieser Jahre stark die Verwaltungsentwicklung und die Firma nutzt immer noch einige der von ihm entwickelten Systeme.

 

Heute ist die Firma in dritter Generation im Besitz und wird von ihr geleitet: Ann-Sofie Rahm (Tochter von Per Olof Nyström) und Thomas Jacobsson zusammen mit Staffan Ottander und Mathias Högdahl. Die beiden letzteren haben langjährige Erfahrungen im Holzexport in den Nahen Osten und nach Nordafrika gesammelt, was der Firma zu einem zusätzlichen Aufschwung verhalf.

 

Im Wandel der Zeit wurde die Sägewerkindustrie in weniger und größere Einheiten neu strukturiert, neue Märkte haben sich uns aufgrund der Globalisierung erschlossen, während die Nachfrage nach Holz Jahr für Jahr kontinuierlich zugenommen hat. Holzprodukte werden stets an die Endkunden geliefert werden müssen. Bei Gösta Jacobsson sind wir stolz und bestärkt darin, diese Transaktionen fortzusetzen, und wir freuen uns auf neue zukünftige Herausforderungen im wahren Geiste des Unternehmertums der Firma.

 

1927

Briefe und Telegramme dominieren bei den Kontakten mit Kunden und Lieferanten. Die Nutzung des Telefons nimmt zu, hauptsächlich für Inlandsgespräche.

1959

Das Fernschreiben wird eingeführt und die Firma investiert in ihren ersten Fernschreiber. Er nahm eine zentrale Stellung im Büro ein, bis das Faxgerät seinen Platz übernahm.

1981

Das NMT-System (Nordic Mobile Telephone) wurde 1981 eingeführt und wurde zu einem wichtigen Durchbruch für die Mobiltelefonie, da der gleiche Standard in allen nordischen Ländern eingeführt wurde. Danach wurden die GSM- und 3G-Systeme eingeführt. Mit den heutigen Smartphones tragen wir unser Büro buchstäblich in unseren Taschen und wir sind niemals mehr als nur einen Tastendruck von einer E-Mail, SMS, WhatsApp usw. entfernt.

1987

Das Fax wurde bald beliebt und innerhalb weniger Jahre hatte jeder ein Faxgerät. Dies war womöglich das einfachste und formloseste Kommunikationsmittel, da der Benutzer per Hand schreiben und direkt eine Antwort auf das empfangene Fax schreiben konnte.

1999

Mit der Einführung von E-Mails sind die glorreichen Tage des Fax zu einem abrupten Ende gekommen. Das Fax wird noch verwendet, jedoch hauptsächlich in einigen europäischen Märkten. Außerhalb Europas hat die E-Mail das Fax vollständig ersetzt.

2005

Skype ist der neuste Fortschritt in der Kommunikationstechnologie, d. h. IP-Telefondienste. Dies funktioniert wunderbar, besonders in Märkten außerhalb Europas. Kunden, die wir nicht oft besuchen, können jetzt in Echtzeit auf Büromonitoren ‚besucht’ werden. Skype hat auch das Senden von SMS vereinfacht.

2014

Aber letzten Endes geht es bei jedem Geschäft um die menschliche Interaktion: für eine verständliche und eindeutige Kommunikation, um das zu liefern, was zuvor besprochen wurde, und um alle auftretende Probleme anzugehen und zu lösen. Transaktionen werden viel einfacher, sobald man gegenseitiges Vertrauen gefasst hat, aus diesem Grund sind wir gerne weiterhin etwas altmodisch und tun, was wir stets getan haben – anders gesagt, wir reisen und besuchen die Kunden und Lieferanten und greifen oft zum Hörer, um mit der Person hinter all den elektronischen Nachrichten zu sprechen und ihr zuzuhören.

GÖSTA JACOBSSON AB

Stora Åvägen 21

436 34 Askim

Schweden

Tel: +46 31 703 55 80

Fax: +46 31 703 55 98

 

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