GÖTEBORG ALS HOLZEXPORTZENTRUM

 

Die schwedischen Wälder wurden zu Recht als „Schwedens grünes Gold“ bezeichnet. 60 % von Schweden besteht aus Wäldern. Dank der Erfindung des Dampfmotors und der Rahmensäge wurde die schwedische Sägewerkindustrie während der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts industrialisiert. In den 1870er Jahren waren 40 % der gesamten schwedischen Exporte Holz, verglichen mit den heutigen 10 % der gesamten Forstindustrie, die zudem Zellstoff und Papier umfasst. Während dieser Zeit konnten Sägewerkbesitzer, auch bekannt als Holzbarone, große Profite durch intensive Holzfällung erzielen. Zu dieser Zeit war das Konzept der Wiederaufforstung unbekannt. Erst 1903 wurde das erste schwedische Forstwirtschaftsgesetz festgesetzt, was es zur Pflicht machte, gerodete Wälder neu zu bepflanzen.

 

Während der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert in Westeuropa stieg die Nachfrage nach Schnittholz. 1849 wurden die für England vorteilhaften Zölle für kanadisches Holz abgeschafft, wodurch nordische Sägewerke konkurrenzfähiger wurden. Im gleichen Jahr nahmen die ersten mit Dampf betriebenen Sägen ihre Arbeit in Tunadal auf. Die Stämme konnten nun per Floß zur Küste transportiert werden, wo sie gesägt wurden, um auf diese Weise eine bessere Qualität als geflößtes Schnittholz zu erzielen.

 

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden viele bewaldete Regionen in Bauernhöfe zusammen mit der Privatisierung von Gemeineigentum umgewandelt. Die Sägewerke kauften die Abholzrechte von den Bauern und gegen Ende des Jahrhunderts begannen die Firmen das bewaldete Land selbst zu kaufen.

 

Während des 19. Jahrhunderts war James Dickson & Co. eines der bekanntesten Handelshäuser in Göteborg. Das Unternehmen wurde 1816 durch den schottischen Einwanderer James Dickson (1784–1855) gegründet, der später ein wichtiger Mitspieler in der Forstindustrie wurde. Vor seiner Ankunft in Göteborg im Jahre 1809 unterhielt James Dickson ein Handelsgeschäft in Schottland, das sich hauptsächlich auf Holzimporte aus Norwegen konzentrierte. In Göteborg spekulierte Dickson auf Holzexporte nach Großbritannien. 1820 übernahm er eine Firma in Värmland, die sein erstes Sägewerk wurde. Anschließend konzentrierte er seine Erwerbungen in der Region um die schwedischen Flüsse Ljungan, Umeälv und Ljusnan herum. Diese Firma dominierte später die schwedischen Holzexporte. Eine Säge im Dorf Baggböle wurde zum Ursprung des schwedischen Ausdrucks „baggböleri“, was bedeutet, die Holzfäller-Rechte oder Waldbesitzansprüche von ihren rechtmäßigen Besitzern mittels Alkohol zu übereignen. Später wurde dieser Begriff ein Ausdruck für zwielichtige Geschäfte im Allgemeinen. Der Ursprung dieses Ausdrucks geht jedoch auf das illegale Fällen von Staatswäldern zurück.

 

Ein Hauptteil der Waldproduktexporte ging durch Göteborg, wo viele Handelshäuser zum Zweck des Holzhandels gegründet wurden. Die meisten Holzexporte stammen aus schwedischen Sägewerken, während das Papier- und Zellstoffgeschäft von ausländischen Herstellern stammt. Dies führte dazu, dass Göteborg einer der größten internationalen Handelsplätze für Forstprodukte geworden ist.

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